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Internationales Klavierfestival 2026
19. August - 23. September 2026

19. August 19.00.Uhr
Mittwoch
Hutgage 20 EUR
Duo Cavinella
Das Duo Cavinella vereint zwei herausragende Künstlerinnen aus der Ukraine, die seit vielen Jahren in Deutschland leben und auf internationalen Bühnen zu Hause sind: die Geigerin Kateryna Kostiuk und die Pianistin Violina Petrychenko. Ihre Musik ist geprägt von einer tiefen emotionalen Verbundenheit zu ihrer Herkunft und einer künstlerischen Leidenschaft, die kulturelle Brücken schlägt.
Kateryna Kostiuk, geboren in Kyiv, begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel. Sie setzte ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fort, nachdem sie zuvor in Kyiv studiert hatte. Ihren Bachelorabschluss erlangte sie dort und schloss später zwei Masterstudiengänge ab: den Master in Orchesterspiel am Orchesterzentrum Dortmund und den Master Solo in Köln.
Während ihres Studiums konnte Kateryna Kostiuk mehrere internationale Wettbewerbe für sich entscheiden. Seit 2013 ist sie in verschiedenen Jugendorchestern aktiv, unter anderem als Konzertmeisterin der Internationalen Jungen Orchesterakademie in Deutschland. Ihre Leidenschaft für Kammermusik führte zur Gründung des Trio Sérénade im Jahr 2015, mit dem sie seitdem eine rege Konzerttätigkeit pflegt. Das Trio wurde 2019 mit einem Stipendium der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung ausgezeichnet.
Kateryna Kostiuk sammelte wertvolle Orchestererfahrung bei den Bochumer Symphonikern, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem Göttinger Symphonie Orchester und weiteren renommierten Orchestern. Seit 2022 ist sie festangestellte Geigerin (1. Violine) bei den Niederrheinischen Sinfonikern.
Mit ihrem umfassenden Hintergrund in sowohl Solospiel als auch Orchesterspiel und Kammermusik begeistert Kateryna Kostiuk das Publikum bei jeder Aufführung aufs Neue.
Violina Petrychenko, geboren in Saporischschja, absolvierte ihre musikalische Ausbildung in Kyjiw, Weimar, Köln und Essen. Als Solistin der Lemberger Philharmonie ist sie derzeit nicht nur eng mit einem der führenden Orchester der Ukraine verbunden, sondern konzertiert regelmäßig in ganz Europa. Mit acht CD-Einspielungen, die der ukrainischen Klaviermusik des 20. Jahrhunderts gewidmet sind, hat sie sich als herausragende Interpretin dieses Repertoires etabliert und setzt sich leidenschaftlich für dessen internationale Sichtbarkeit ein.
Im Duo Cavinella verschmelzen Virtuosität und Hingabe, Klang und Herkunft zu einem ausdrucksstarken musikalischen Dialog. In ihren Programmen verbinden die beiden Künstlerinnen klassische Meisterwerke mit selten gehörten Schätzen ukrainischer Musiktradition – feinfühlig, lebendig und voller Ausdruckskraft.
Ein Konzert mit dem Duo Cavinella ist stets mehr als ein musikalisches Erlebnis – es ist ein tief berührender Klangraum, in dem Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Weite, Erinnerung und Sehnsucht zusammenfinden.

22. August
Samstag 19.00 Uhr
Hutgage 20 EUR
Artem Yasynskyy is one of the most distinguished pianists of his generation, seamlessly combining the refined art of classical piano performance with the unique craft of improvisation. Having begun improvising at a very young age, he later deepened this skill through formal studies in composition, elevating his improvisations into compelling artistic creations. On stage, he engages in a direct dialogue with his audience, shaping music in the moment and transforming each performance into a shared creative experience.
As a classical pianist, he is a gold medalist of the Cincinnati World Piano Competition and a prizewinner at numerous prestigious international competitions, including the Sydney International Piano Competition, the Honens International Piano Competition (Canada), the Sendai International Music Competition (Japan), the Gina Bachauer International Piano Competition (USA), and the Top of the World Competition (Norway), among others.
An essential aspect of Artem Yasynskyy’s artistic identity is chamber music. He collaborates with leading artists and ensembles and has recorded extensively with the Lyatoshynsky Trio for labels such as Pentatone, Naxos, and Supreme. His chamber music partners include Maddalena Del Gobbo and ensembles.
His discography also features solo recordings, including works by Scarlatti and Josef Hofmann, released on the Naxos and Grand Piano (Naxos) labels.
Artem Yasynskyy is currently a teaching piano at the Universities of Graz and Bremen, and he has previously held professors positions at Universities of Trieste and Bremen.
23. August
Sonntag 19.00 Uhr
Hutgage 20 EUR
Tonwanderungen und Seelenlandschaften
- der Mensch und die Natur in Klang und Wort
In der Moderne sind wir einem ständigen digitalen Reizstrom ausgesetzt, der unsere Aufmerksamkeit nach außen lenkt - weg von unserem Inneren und damit auch weg von unseren Möglichkeiten zu verstehen.
Blicken wir ein oder zwei Jahrhunderte zurück, so wurden im Geist der Romantik die feinsten spirituellen und emotionalen Bereiche der menschlichen Psyche durch die künstlerische Verinnerlichung eines anderen und höheren äußeren Reizes erschlossen: der Natur.
Claudia van Huet und Victor Nicoara laden Sie ein, die vertrauten digitalen Reize des Alltags hinter sich zu lassen und sich ihrer weitgespannten musikalischen und poetischen Erkundung von Natur und Seele anzuschließen: von Schumanns nostalgischen Waldszenen bis zu Eichendorffs eindrucksvollen Versen.
Wo die Vernunft endet, beginnt die Poesie; wo die Poesie endet, beginnt die Musik und wenn die Musik verklingt, beginnt die Möglichkeit zu verstehen.
Programm:
Tonwanderungen und Seelenlandschaften - der Mensch und die Natur in Klang und Wort
- Gedicht Goethe: Mignon
- Musik: E.W. Korngold - Was der Wald erzählt (1909)
I. Erwachen der Vögel am Morgen
II. Der verliebte Jägerbursch
III. Heinzelmännchen
3. Gedicht Wrigley: Stehen und Lauschen
4. Musik: R. Strauss - Stimmungsbilder op. 9 (1884)
I. Auf stillem Waldespfad
II. An einsamer Quelle
III. Intermezzo
IV. Träumerei
V. Heidebild
5. Gedicht: He-Hea Katzina Lied
6. Musik: Busoni - Indianisches Tagebuch (1915)
I. Allegro affetuoso, un poco agitato
II. Vivace
III. Andante
IV. Maestoso ma andando
Pause
7. Gedicht Eichendorff: Der alte Garten
8. Musik: Sibelius - Fünf Stücke op. 85 (1916)
I. Bellis - Gänseblümchen
II. Oeillet - Nelke
III. Iris
IV. Aquileia - Akelei
V. Campanula - Glockenblume
Schumann - Waldszenen op. 82 (1849)
I. Eintritt
II. Jäger auf der Lauer
III. Einsame Blumen
9. Gedicht: Hebbel zum Motto „Verrufene Stelle“
10. Musik: Schumann - Waldszenen op. 82 (1849)
IV. Verrufene Stelle
V. Freundliche Landschaft
VI. Herberge
VII. Vogel als Prophet
VIII. Jagdlied
IX. Abschied
11. Gedicht Rilke: Die 8. Elegie
12. Musik: G. Enescu - Carrilon Nocturne (Nächtliches Glockenspiel) op. 18 Nr. 7
(1916)
Der Pianist und Komponist Victor Nicoara wurde für „den Reichtum an Fantasie“ (Gramophone Magazine) und „die Tiefe der Interpretation und die beeindruckende Überzeugung“ (The Whole Note) seiner Darbietungen gelobt, wie auch für „seine beachtliche technische Souveränität“ (Süddeutsche Zeitung) und „Virtuosität, eine unfehlbare Anschlagskunst, aber ebenso poetische Verinnerlichung“. (Online Merker).
Als leidenschaftlicher Verfechter weniger bekannter Werke festigte Nicoara seinen Ruf als „hochkarätiger und überzeugender Busoni-Interpret“ (Radio Bremen) durch sein erstes Solo-Album mit Originalwerken von Busoni, das 2021 beim renommierten Label Hänssler Classic erschien. Die Veröffentlichung erhielt einhellig positive Kritiken von namhaften internationalen Publikationen und Medien (darunter die Zeitschriften Gramophone und Limelight, Süddeutsche Zeitung, Österreichischer Rundfunk ORF (Radio Ö1), NDR, Radio Bremen und RBB) und wurde für die interpretatorische Tiefe, die beeindruckende Klangfarbenpalette und die pianistische Meisterschaft gelobt.
Nicoaras Solokonzerte führten ihn durch ganz Europa und den Nahen Osten, wo er unter anderem in der Berliner Philharmonie, im Athenäum Bukarest und im Salle Flagey in Brüssel auftrat. Er arbeitet mit Musikern wie Yoel Gamzou, Vlad Maistorovici, Stefan Hadjiev, Nina Bernsteiner und Lionel Wartelle zusammen. Zudem hat er mit Orchestern wie den philharmonischen Orchestern von Bacău, Timișoara und dem Craiova Philharmonic Orchestra gespielt und mit der Neuen Philharmonie München zusammengearbeitet.
Nicoaras Kompositionen wurden vom RCM Sinfonietta & Contemporary Consort, Trio Alto, Other New Music Ensemble (Miami), IMO Chamber Ensemble und Ensemble Images. Das vom Staatsorchester Kassel uraufgeführte Stück „Towards eternally changing distances“, erhielt Lob für seine „interessanten Orchesterfarben“ (HNA). Sein gefeiertes Soloalbum schließt mit seiner eigenen Quasi-Sonatina ab, die als „ein ebenso würdiges wie poetisches Finale“ (Ouverture: Das Klassik- Blog) und als „eine prägnante, intime Hommage an Busoni“ (American Record Guide) beschrieben wurde. Er hat mehrere Soundtracks für Filme geschrieben, darunter „Bubico“ (2012) und „Die Kreuzersonate“ (2018). Weitere Musik entstand für Webserien wie „Die Schnäppchenjäger“ (2017) und Hörbücher, darunter „Brotac si Broscoi“ (2020).
Für die Zukunft ist die weitere Vertiefung in Busonis Musik geplant – darunter die Realisierung einer neuen Fassung der „Fantasia Contrappuntistica“ für Klavier solo. Ferner ist die Erkundung der Werke von Philipp Jarnach (einem vernachlässigten Busoni-Schützling) und E.W. Korngold projektiert.
Zu Nicoaras vielfältigen interdisziplinären Kooperationen gehört eine langjährige Theater-/Film- und Musikpartnerschaft mit dem Schauspieler und Produzenten Jon Kiriac (Berlin), mit dem er an zahlreichen Projekten zusammengearbeitet hat. Nicoara war musikalischer und dramaturgischer Berater für mehrere Spielfilme, vor allem für „Prélude“ (2019). Er ist Klavierbegleiter für deutschsprachiges, gesellschaftspolitisches Kabarettrepertoire – Hollaender, Weill, Kreisler u.a. – und tritt regelmäßig im Berliner Theater im Palais auf. Er hat zudem ein tiefergehendes Interesse für das Harmonium entwickelt und tritt mit dem Instrument häufig in Orchester- und Opernszenen auf, zuletzt in Korngolds „Die Tote Stadt“ am Theater Bremen.
Von 2009 bis 2016 war Nicoara festes Mitglied des International Mahler Orchestra, wo er auch die Position des Co-Direktors der Kammermusikreihe innehatte und Mitglied des Orchestervorstands war.
Er wurde in Bukarest, Rumänien, geboren und schloss sein Studium am Royal College of Music in London mit einem Master in Klavier und Komposition ab. Er studierte Klavier bei Andrew Ball und Komposition bei Huw Watkins und Jonathan Cole. Zu seinen Beratern und Mentoren zählen Jacques Rouvier, Vitaly Margulis, Fabio Bidini für Klavier sowie Dan Dediu, Julian Anderson, Ștefan Niculescu für Komposition.
Er lebt in Berlin.

Duo Millefleurs
Sarah Lilian Kober
Saxophon
Nestan Heberger
Klavier
Hutgage 20 EUR
Sarah Lilian Kober
Die klassische Saxophonistin Sarah Lilian Kober ist in mehreren Ensembles tätig und gibt zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland. Neben ihrer Tätigkeit im DUO MILLEFLEURS spielt sie Sopransaxophon im 2017 gegründeten TRIO ÉTOILES mit dem Pianisten Vadym Palii und dem Saxophonisten Vanja Sedlak. Außerdem arbeitet sie seit Jahren eng mit dem Pianisten und Komponisten Peter Ludwig zusammen.
Seit ihrem Studienabschluss an der Hochschule für Musik und Theater bei Koryun Asatryan - 2013 das pädagogische, 2014 das künstlerische Diplom- nimmt Sarah Lilian Kober regelmäßig an Meisterkursen teil.
So erhielt sie Unterricht bei vielen international renommierten Saxophonisten wie u.A. Vincent David, Christian Wirth, Jan Schulte-Bunert, Arno Bornkamp und Daniel Gauthier.
Sie wirkte bei zahlreichen Neue-Musik Projekten mit (Ensemble Octopus, Ensemble Zeitsprung) und spielte Konzerte mit dem Münchner Rundfunkorchester, den Münchner Symphonikern, den Nürnberger Symphonikern, den Augsburger Philharmonikern, der Bayerischen Philharmonie und der Neuen Philharmonie München.
Des Weiteren unterrichtet Sarah Lilian Kober als Saxophonlehrerin an der Kreismusikschule Erding. Seit 2021 ist sie dort die stellvertretende Schulleiterin.
Nestan Herberger
2000 kam Nestan Heberger nach ihrem Studienabschluss als Diplomklavierpädagogin in Georgien nach Deutschland. Hier ergänzte sie ihr Studium am damaligen Richard-Strauss-Konservatorium und an der Hochschule für Musik und Theater München mit einem künstlerischen Diplom und einem Aufbaustudium.
Sie erhielt Unterricht bei der japanischen Pianistin Yasuko Matsuda und später bei der Pianistin Bianca Bodalia.
Bereits während des Studiums sammelte sie Konzerterfahrungen sowohl als Solistin als auch in Kammermusikprojekten.
Mit der Bayerischen Philharmonie arbeitete sie mehrmals für die "Orff-Tage München" zusammen und konzertierte als Solistin mit diesem Orchester.
Heute lebt sie mit ihrer Familie in München.
„Smetana Reborn“ beim 6. Internationalen Klavierfestival Hainfeld
Der Pianist Matyáš Novák präsentiert in Hainfeld die deutsche Erstaufführung von „Smetana Reborn“. Auf dem Programm steht die vollständige Klaviertranskription von Smetanas sinfonischem Zyklus „Mein Vaterland“ (Má vlast) aus der Feder von Heinrich von Kàan (Jindřich Kàan). Das ursprünglich für Orchester komponierte Werk wird hier in einer virtuosen, von der Tradition Franz Liszts inspirierten Klavierfassung neu interpretiert; dabei kommen die orchestrale Klangfarbenvielfalt, die erzählerische Tiefe sowie Smetanas tiefe Verbundenheit mit der tschechischen Geschichte, Landschaft und nationalen Identität eindrucksvoll zur Geltung.
Programm:
Bedřich Smetana (1824–1884) / Heinrich von Kàan (1852–1926): Mein Vaterland
Vyšehrad
Moldau
Šárka
Aus Böhmens Hain and Flur
Tábor
Blaník
Der Pianist Matyáš Novák zählt dank seines außergewöhnlichen Harmonieverständnisses, seines breiten Repertoires und seiner exzellenten Spieltechnik zu den vielversprechendsten Pianisten seiner Generation. Sein außergewöhnliches musikalisches Talent beweist er nicht nur durch seine beachtlichen Wettbewerbserfolge, sondern auch durch seine eigene Fantasie und seine Transkriptionen, die von Werken großer Komponisten oder Volksmusik inspiriert sind. Hinzu kommt, dass er in jungen Jahren bereits vierzig Konzerte mit Orchester und Hunderte von Stücken für Soloklavier in seinem Repertoire hat.
Matyáš Novák ist Absolvent der renommierten Klavierakademie Incontri col Maestro in Imola, Italien, in der Klasse von Prof. Boris Petrušanský, und der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Prag in der Klasse von Prof. Ivan Klánský, wo er derzeit sein Doktoratsstudium fortsetzt.

Foto von Kristina Kutena
5. September19.00 Uhr
Samstag
Hutgage 20 EUR
Anna Khomichkos künstlerische Erscheinung besticht durch eine starke musikalische Überzeugungskraft, Intelligenz und ein von Reife geprägtes Spiel. Gepriesen von The Guardian für ihren “klaren und transparenten Anschlag”, trat sie bereits in der Elbphilharmonie Hamburg, im Herkulessaal München, im Konzerthaus Berlin, bei den Karlsruher Meisterkonzerten, beim Mainzer Musiksommer, Schumannfest Düsseldorf, Interlaken Classics Music Festival und Nordlysfestivalen auf. Anna Khomichkos faszinierende Persönlichkeit und ihr Charisma zieht jedes Publikum – nicht nur bei ihren Bühnenauftritten, sondern auch bei ihren Live-Moderationen – sofort in den Bann.
Anna kommuniziert mit jüngeren Generationen in der Sprache, die diese am besten verstehen – die der Onlinemedien. Deshalb hat Anna es sich zur Aufgabe gemacht, für ihre schnell wachsenden Blogs über klassische Musik auf YouTube und Instagram stets qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren. Sie möchte dabei ein Vorbild für eine junge weibliche Musikergeneration sein, zugleich aber nicht nur Teenager, sondern Menschen jeden Alters und jeder Herkunft inspirieren.
In der letzten Saison debütierte Anna Khomichko im Konzerthaus Berlin und in der Glocke Bremen, sowie beim Fratopia Festival in der Alten Oper Frankfurt. In den vergangenen Spielzeiten hat Anna darüber hinaus in angesehenen Konzertsälen wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem Herkulessaal München, Karlsruher Konzerthaus, Gasteig München, Sendesaal in Bremen, ART CITY Hamamatsu in Japan, Palau Güell in Barcelona, ZK Matthews Great Hall in Südafrika, den Sälen der Moskauer und Sankt Petersburger Philharmonien sowie in zahlreichen weiteren Philharmonien in Russland gespielt. Mit ihrer Musik hat sie außerdem in den Konzertsälen des Südwestrundfunks und des Bayerischen Rundfunks begeistert.
Ihre Begeisterung für das Repertoire der Klassik hat sich in Aufnahmen zweier CDs bei dem Label GENUIN manifestiert. Die jüngst gemeinsam mit dem Heidelberger Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Mino Marani aufgenommene CD beeinhaltet Klavierkonzerte von Mozart, Beethoven und Clementi und ist von FONO FORUM “eine ganz tolle CD” genannt. Die Solo Debüt-CD “Mozart and his Europe” mit Werken von Mozart, C. P. E. Bach, J. C. Bach und Clementi ist im Jahr 2022 in Kooperation mit dem SWR -Südwestrundfunk aufgenommen worden. Das Album erhielt höchst positive Kritiken und wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
In dieser Saison debütiert Anna mit dem Mannheimer National-Theater-Orchester unter der Leitung des Gründers des Freiburger Barockorchester Gottfried von der Goltz auf dem Hammerklavier. In der letzten Saison hat sie mit dem Trierer Philharmonischen Orchester gespielt (das Klavierkonzert von Clara Schumann). Im November 2023 ging Anna mit dem 2. Klavierkonzert von Rachmaninov gemeinsam mit der Münchner Kammerphilharmonie dacapo auf Tournee, wobei sie unter anderem im Herkulessaal in München debütierte. In den vergangenen Spielzeiten trat Anna als Solistin mit dem Jenaer Philharmonischen Orchester, dem Collegium Musicum in Nürnberg, der Brjansker Philharmonie, der Murmansker Philharmonie, dem Orchester der Litauischen Musikakademie und dem Symphonieorchester der russischen Gnessin-Musikakademie auf.
Anna Khomichko ist Preisträgerin von 15 internationalen Wettbewerben. Dazu zählen der 1. Preis beim Internationalen Musikfestival Valencia 2013 Music Award (Spanien, 2013), 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb "Citta di Pesaro" (Italien, 2007), 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb "Theacher-Pupil" (Moskau, 2003), 2. Preis beim Internationalen Anton-Rubinstein-Klavierwettbewerb (Düsseldorf, 2018), 2. Preis beim Internationalen Wettbewerb "Musik ohne Grenzen", 2. Preis beim Internationalen Zodiac-Musikwettbewerb (USA, 2019), 3. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb Malta (Malta, 2013), 6. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Palma d'Oro und viele andere. Sie ist auch Preisträgerin und Gewinnerin von 11 Sonderpreisen des Münchner Klavierpodiums (München, 2013).
In Anerkennung ihrer Leistungen hat Anna Khomichko verschiedene Stipendien von unterschiedlichen Mäzenen und Organisationen erhalten; darunter befinden sich die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung, die Yehudi-Menuhin-Stiftung, die DOMS-Stiftung, die Anna-Ruths-Stiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Anna kommt aus einer belarussisch-ukrainischen Familie und ist im Norden Russlands aufgewachsen. Sie begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel. Im Juni 2015 schloss sie ihr Studium an der russischen Gnessin-Musikakademie in Moskau ab, wo sie Schülerin des renommierten russischen Professors Vladymyr Tropp war. Gleichzeitig hat sie ihren Bachelor-Abschluss an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Professor Grigory Gruzman und schließlich ihren Master-Abschluss bei Professor Claudio Martinez Mehner an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln erworben.
Stand: August 2025

(c) Victor Marin Roman
Anastasia Yasko
„Perle der russischen Klaviermusik“
(mit Moderation)
Pjotr Tschaikowski (1840-1893)
Thème original et variations Op. 19 F-Dur
Anatoli Ljadow (1855-1914)
Prlelude Nr. 1 Op. 11 h-moll
Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Etude-Tableaux Op. 39 Nr. 2 a-moll
Etude-Tableaux Op. 33: f-Moll, c-Moll, C-Dur, g-moll, cis-moll
Pause
Nikolai Medtner (1880-1951)
„Sonata romantica“ Op.53 No.1:
1. Romanza: Andantino con moto, ma sempre espressivo
2. Scherzo: Allegro
3. Meditazione: Andante con moto
4. Finale: Allegro non troppo
„Ihr Spiel ist virtuos, hat Poesie und Raffinesse…“
(R. Frank, Pizzicato Magazin)
Anastasia Yasko – Pianistin, Musikwissenschaftlerin, Hochschuldozentin
Anastasia Yasko zählt zu den profilierten Pianistinnen ihrer Generation und verbindet eine internationale Konzertkarriere mit wissenschaftlicher Tätigkeit. Ihre künstlerische Ausbildung begann an der renommierten Gnessin-Musikschule in Moskau bei Prof. Tatiana Schklowskaja. Anschließend studierte sie am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium bei der legendären Pianistin Prof. Vera Gornostaeva und schloss ihr Studium 2014 mit Auszeichnung ab.
Ihre weitere künstlerische Entwicklung führte sie an die Universität Mozarteum Salzburg, wo sie bei Prof. Rolf Plagge das Masterstudium im Konzertfach Klavier mit höchster Auszeichnung absolvierte. Es folgte ein Postgraduate-Studium bei Prof. Jacques Rouvier. Im Jahr 2020 wurde ihr nach erfolgreicher Promotion an der Universität Mozarteum Salzburg der akademische Grad Doctor of Philosophy (Ph.D.) verliehen. Seit 2018 wirkt sie dort als Lektorin für Klavier (Konzertfach) und engagiert sich in der Ausbildung einer neuen Generation von Pianistinnen und Pianisten.
Als Solistin konzertiert Anastasia Yasko regelmäßig auf internationalen Bühnen in Europa und Asien. Gastspiele führten sie nach Russland, die Ukraine, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, Luxemburg, Portugal und Japan. Sie trat in bedeutenden Konzertsälen auf, darunter im berühmten Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, im Großen Saal der Nationalphilharmonie Warschau sowie im Großen Saal der Stiftung Mozarteum Salzburg. Als Solistin arbeitete sie mit renommierten Orchestern zusammen, darunter dem Staatlichen Moskauer Jugendsinfonieorchester und dem Sinfonieorchester der Philharmonie Kharkiv. Im Rahmen der Salzburger Festspiele 2019 wurde sie als Preisträgerin der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg präsentiert.
Als Pianistin und Musikwissenschaftlerin genießt Anastasia Yasko internationale Anerkennung nicht nur auf den Konzertpodien, sondern auch als Vermittlerin musikalischer Inhalte. Sie gab bereits viele Vorlesungs- und Gesprächskonzerte in Österreich, Deutschland und Spanien, bei denen sie ihre wissenschaftliche Expertise und ihre künstlerische Erfahrung zu einem einzigartigen Konzertformat verbindete. Darüber hinaus ist sie regelmäßig Gast renommierter europäischer Musikfestivals, darunter das De Klenge Maarnicher Festival (Luxemburg) und das Internationale Klavierfestival Hainfeld (Deutschland).
Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Anastasia Yasko intensiv der Erforschung der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts. Ihre wissenschaftliche Arbeit mündete in der 2024 im Waxmann Verlag erschienenen Monografie „Die Klaviersonate in Russland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, die als bedeutender Beitrag zur internationalen Klavierforschung gilt.
Auch ihre Diskografie fand internationale Beachtung. Ihr Debütalbum „20th Century Russian Piano Sonatas“ (ARS Produktion, 2021) wurde in zwei Kategorien für den Opus Klassik nominiert. Es folgten „Chopin Piano Works“ (ARS Produktion, 2023), ebenfalls zweifach für den Opus Klassik nominiert, sowie „20th Century Russian Piano Sonatas Vol. 2“ (ARS Produktion, 2025), das erneut eine Nominierung für den renommierten Preis erhielt.

Copyright: B.Rosenberg
Klavierduo Cristina Marton-Argerich & Antonia Miller
Das Klavierduo bestehend aus Cristina Marton-Argerich und ihrer Masterabsolventin Antonia Miller etabliert sich aktuell zu einem äußerst spannenden, vielseitigen und sehr gefragten Ensemble in dieser Konstellation. Das Klavierduo Cristina Marton-Argerich & Antonia Miller begeistert generationsübergreifend mit kreativer Programmgestaltung, stilistischer Vielseitigkeit und fein abgestimmtem Spiel.
Allein im Jahr 2025 spielt das Duo über 30 gemeinsame Konzerte in Städten wie Zürich, Budapest, Florenz und Berlin. Sie pflegen eine große Leidenschaft für Klaviermusik zu vier Händen oder für zwei Klaviere und spielen auf internationalen Bühnen vielfältige Programme von Johann Sebastian Bach bis György Ligeti.
Ihr Repertoire umfasst Originalwerke für Klavierduo sowie viele ungewöhnliche Bearbeitungen wie das Mozart/ Czerny Requiem, Schönbergs Verklärte Nacht oder Bachs Goldberg Variationen.
Gemeinsame Konzertaktivitäten führten sie u.a. nach Zürich (All Schubert-program), in die Isarphilharmonie München (Programm A l’Ungarese), nach Bern, Basel (Programm Morgenland), Mailand, nach Berlin, London, Frankfurt, Konstanz, Pordenone/ Italien, Leon/Spanien und nach Radovljica/Slowenien.
Die beiden Pianistinnen engagieren sich auch stark für die pianistische Nachwuchsförderung. Ihre innovative Projektinitiative „Open Piano Class“ gewann den Förderpreis für interkulturellen Dialog der Pill-Mayer-Stiftung und wurde für den Deutschen Engagementpreis 2023 nominiert.
Cristina Marton-Argerich ist eine Pianistin von internationalem Rang, deren künstlerische Ausdruckskraft und stilistische Tiefe weltweit Bewunderung finden. Als Solistin und leidenschaftliche Kammermusikerin fasziniert sie auf bedeutenden Bühnen und begeistert mit ihrer musikalischen Intensität ebenso wie mit ihrer Vielseitigkeit.
Ihre Auftritte führten sie in renommierte Konzertsäle wie das Teatro Colón in Buenos Aires, in die Stuttgarter Liederhalle, Berliner Philharmonie, die Frankfurter Alte Oper, das Mozarteum Salzburg, das Opernhaus Zürich, das BAM Theater in New York sowie in die Warschauer Philharmonie und trat mit zahlreichen namhaften Orchestern auf unter Dirigenten. Ihre künstlerische Partnerschaft mit Martha Argerich im Klavierduo wurde international gefeiert. Zusammen mit der Choreographin Sasha Waltz und ihrer Tanzkompanie spielte sie weltweit in zahlreichen Shows der erfolgreichen Produktion „Impromptus“.
Sie studierte in Berlin bei Prof. Georg Sava und bekam wichtige Impulse durch Unterrichte bei Christian Zacharias, Leon Fleisher, Dimitry Bashkirov, Stephen Kovacevich, Gyorgy Sebok, Bruno Leonardo Gelber, Martha Argerich, Andras Schiff, Radu Lupu und Alfred Brendel.
Neben ihrer beeindruckenden Konzertkarriere widmet sie sich mit großer Hingabe der Klavierpädagogik und prägt eine neue Generation junger Pianistinnen und Pianisten. Sie unterrichtet in Singen am Bodensee, als Dozentin am Leopold-Mozart-College der Universität Augsburg und gibt regelmäßig Meisterkurse in Slowenien, Rumänien, Spanien, Belgien, San Marino etc. Für ihr herausragendes Engagement, ihre visionären Projekte und ihren interkulturellen Einsatz wurde sie vielfach ausgezeichnet.
Antonia Miller ist eine international erfolgreiche Konzertpianistin mit Auftritten in ganz Europa sowie bei weltweit gestreamten Festivals. Sie studiert seit 2014 bei Cristina Marton-Argerich an der Universität in Augsburg und gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe und Stipendien.
Neben ihrem intensiven Klavierstudium widmete sich die Künstlerin auch der Welt der historischen Tasteninstrumente sowie dem zukunftsweisenden Fach ‚Dirigieren vom Klavier‘ – zwei Bereiche, in denen sie ihre Ausdruckspalette entscheidend erweiterte und neue musikalische Räume erschloss.
Ihre rege Konzerttätigkeit führte sie unter anderem in Säle wie die Berliner Philharmonie, die Isarphilharmonie München, dem Musikverein Wien-Brahmssaal, das Auditorio Ciudad de León, in die Old Academy of Music nach Budapest oder nach Paris, Maison Heinrich Heine. Als Solistin trat sie mit Orchestern wie der Süddeutschen Camerata, der Schweizer Camerata Aperta, Orchestra Galilei, Orchestra Filarmonica „Mihail Jora“ Bacau und dem Collegium Musicum Singen auf.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist sie zudem eine äußerst engagierte Kammermusikerin und tritt in den verschiedensten kammermusikalischen Konstellationen auf.
Als Pädagogin unterrichtet sie am MKZ Zürich und an der Musikschule Weinfelden, wo sie die Fachschaft Tasteninstrumente leitet. Außerdem ist sie Assistentin der Plattform „Open Piano Class-by Cristina Marton-Argerich“, die 2023 für den Deutschen Engagementpreis nominiert wurde.
Jazz-Konzert
Adrian Rinck
"Live in concert 8"
mit special guest
Jean-Yves Bender
Saxophon
13. September
Sonntag 19.00 Uhr
Hutgage 20 EUR



Foto: Andrej Grilc
19. September
Samstag 19.00 Uhr
Hutgage 20 EUR
Simeon Goshev is a Bulgarian pianist, based in Vienna. His vivid and moving interpretations, especially of compositions of the Viennese Classic and the 20th and 21st century are highly praised all over Europe.
In 2024 he has solo engagements in Musikverein Vienna, Konzerthaus Vienna, the Royal Theater in Warsaw, Grieg‘s House in Bergen and many others. He also made his debut in China with solo recitals, chamber music concerts and as a soloist for orchestras in Beijing, Suzhou, Shenzhen etc.
The last years in Simeon’s career have been marked by success. In the past seasons, he performed regularly in Germany, Hungary, Austria, Italy, Poland. Simeon has recorded for the Bavarian Radio, the Austrian National Radio (ORF), the Bulgarian National Radio and Television. He is a laureate of prestigious international piano competitions: the last of which were the Grand Prix of the Bösendorfer Competition in Vienna, 2nd Prize of “Pancho Vladigerov” Competition in Shumen and two prizes of the “Leos Janacek” in Brno.
His first solo album “Bulgarian piano heritage”, a project, backed up by the Ministry of Culture in Bulgaria and aimed at making Bulgarian classical music known around the world, was released in the beginning of 2022.
Simeon is deeply interested and involved in various aspects of classical music – in February 2021 he successfully obtained his PhD from the National Conservatory in Sofia, Bulgaria with a dissertation on Stravinsky’s ballets. In October 2021 he became part of the esteemed teaching team of the piano department at MDW and as from September 2023 he is also a lecturer in the other major music university of Vienna – Musik und Kunst Universität der Stadt Wien.
As of 2021 Simeon Goshev is an official Bösendorfer Artist, representing one of the world’s leading piano brands.
Vittoria Quartararo
Klavier
Roger Morelló Ros
Cello
Abschlusskonzert
20. September
Sonntag 19.00 Uhr
Hutgage 20 EUR
Roger Morelló Ros (Katalonien 1993)
ist ein engagierter, ausdrucksstarker und fantasievoller Cellist mit einer immensen Fähigkeit, sich mit anderen zu verbinden, was ihn zu einem Kommunikationskanal macht, der Schöpfer, Kreation und Publikum vereint. Er erschafft Erlebnisse, die seine Leidenschaft, Authentizität und Spontanität zum Ausdruck bringen, welche sowohl das Publikum als auch die Veranstalter europaweit ansprechen. So trat er bereits in der Berliner Philharmonie, dem Suzhou Bay Grand Theatre in China, dem Palau de la Música Catalana in Barcelona, dem Auditorium Pau Casals, dem Beethoven-Haus, dem Mendelssohn-Haus Leipzig, oder der von Antoni Gaudí erbauten Casa Milà in Barcelona auf, wo er in der Saison 2018/19 Residenzkünstler war.
Gewinner von über 30 Stipendien und Wettbewerbspreisen, wie dem Gustav Mahler Prize in Prag (1. Preis), hat seine solistische Tätigkeit ihn zur Zusammenarbeit mit zahlreichen Orchestern geführt, darunter das Brussels Philharmonic Orchestra und das Liangshan Symphony Orchestra, unter der Leitung von Dirigenten wie Carlos Vieu, Thomas Jung oder Michael Hofstetter.
Er wurde außerdem zu renommierten Festivals eingeladen, wie dem Verbier Festival, dem Klavier-Festival Ruhr, dem Rheinhessen Musikfestival (Residenzkünstler 2024), dem Schumannfest Düsseldorf, dem Andantino Cello Festival, dem Festival Peregrinos Musicales und dem Life Victoria Barcelona (Sant Pau – UNESCO) aufgetreten – um nur einige zu nennen.
Vor kurzem veröffentlichte er sein Album, als Widmung an einer seiner größten Inspirationen Pau Casals. The Voice of Casals (Ibs Classical - SWR) ist eine Hommage an den bedeutsamsten Humanisten Kataloniens des 20. Jahrhunderts. Morelló hat dabei seine ausdrucksstarke und innovative musikalische Seite eingefangen, stets auf der Suche nach dem aufrichtigen Klang des Cellos. Ein sorgfältiges und präzises Werk, in welchem gleichzeitig Leben und Emotion steckt. Seine Interpretation, so die Kritiker, bringt dabei gerade dieses Gleichgewicht zum Ausdruck.
Außerdem veröffentlichte er das Album Schumann goes Tango (Austrian Gramophone, 2022) mit der Pianistin Alica Koyama und Founders Trio (Hänssler Classic, 2024), die integrale Kammermusik des amerikanischen Komponisten John D. Gottsch, die in Florida mit der Geigerin Katerina Chatzinikolau und dem Pianisten Tobias Haunhorst uraufgeführt wurde. Demnächst wird er ein Album als Solist mit dem Babylon Orchestra Berlin veröffentlichen.
Von Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik deckt Roger Morelló ein breites Spektrum der Cello-Literatur ab. Sein Engagement für die zeitgenössische Musik zeigt sich in der Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponisten, die ihm mehrere Stücke geschrieben und gewidmet haben, sowie in seinen Uraufführungen von Werken von Komponisten wie Johannes Schöllhorn, Elisenda Fàbregas, Marc Migó, Francisco Goldschmidt, Joan Magrané, Wulfin Lieske, Debra Kaye, Rain Worthington, Victoria Bond, um nur einige zu nennen.
Roger Morelló ist Professor an der ESMAR (Hochschule für Musik in Valencia) und Dozent an der Jungen Streicherakademie Mainz (in Kooperation mit der Hochschule für Musik Mainz).
Darüber hinaus wird er regelmäßig eingeladen, Meisterkurse an renommierten Institutionen und Festivals zu geben, darunter Berkeley — USA, Musikakademie Schloss Weikersheim, Music Festival Salut Taiwan, Internationaler Meisterkurs Heidelberg, Vila-seca Conservatory — Spanien, Xuzhou Concert Hall, Jiangxi Arts Center Grand Theatre — China, sowie viele weitere. Er arbeitet mit dem Instrument aus einem ganzheitlichen Ansatz heraus, mit dem Dreiklang Körper-Geist-Emotion als Grundlage für die bestmögliche Interpretation.
Als Jurymitglied bei Wettbewerben hat er u.a. mit der International Artists Competition (Wien) und der Tempietto International Music Competition (Italien und China) zusammengearbeitet.
Er war künstlerischer Leiter des Festivals Bach to Basics (2021) in Málaga, das aus 6 internationale Cellisten, 6 Bach-Suiten, 6 Cello-Ensembles, und 6 Auftragskompositionen bestand.
Mit seinen Interpretationen ist er häufig bei der BBC, im spanischen Nationalradio, beim WDR, beim SWR, beim NDR sowie bei Belgium’s RTBF – Musiq3 zu hören, u.a.
Er studierte zunächst in seiner Heimat bei Carolina Pineda, David Blay (Vila-seca Konservatorium) und Prof. Damian Martínez (Musikhochschule des Baskenlandes) bevor er — unterstützt durch ein Deutschlandstipendium sowie die Humboldt- und die Güell-Stiftung, seine Ausbildung bei Maria Kliegel an der Kölner Musikhochschule fortsetzte, wo er seinen Master und sein Konzertexamen mit Auszeichnung erwarb. Außerdem erhielt er Meisterkurse von Steven Isserlis, Frans Helmerson, Peter Bruns, Troels Svane, Raphaël Pidoux, Claudio Bohorquez und Cuarteto Casals, unter vielen anderen.
Der Künstler engagiert sich für vielfältige soziale Projekte (Yehudi Menuhin Stiftung, Babylon Orchestra, Une Clé de Sol pour une Étoile, Education-Programm Klavier-Festival Ruhr) und ist den Werten der Nachhaltigkeit verpflichtet.
Die Pianistin Vittoria Quartararo
studierte in Florenz (Scuola di Musica di Fiesole) und Köln (Hochschule für Musik und Tanz) und spezialisierte sich auf klassische und zeitgenössische Musik sowie Kammermusik.
Sie spielt intensiv in Europa im Rahmen von Solo- und Kollektivprojekten und wechselt ständig zwischen den Ritualen klassischer Konzerte und experimentelleren Aufführungsformen.
Die Erfahrung eines Residenzprogramms 2019 an der "Cité internationale des arts" in Paris hat ihre Entwicklung dank des engen Kontakts mit anderen Residenzkünstlern aus der ganzen Welt maßgeblich beeinflusst. Seitdem sieht sie ihre Arbeit viel mehr als eine breitere künstlerische Praxis und Forschung durch Musik und darüber hinaus.
Begegnungen und Kollaborationen mit Künstler*innen wie der Theaterregisseurin Vendula Nováková, dem Choreographen Georg Reischl, den Tänzer*innen des Michael Douglas Kollektivs, den bildenden Künstler*innen Viktoriia Sviatiuk, Anna Lytton und Katharina Huber waren ausschlaggebend dafür, dass sie das multidisziplinäre Crossover-Feld als ihr aktuelles Hauptinteresse identifizierte.
Sie hat mehrere Werke lebender Komponist*innen uraufgeführt und aufgenommen und 2021 ihre erste Solo-CD für das Label Brilliant Classics/PIANO CLASSICS eingespielt, die der gesamten Klaviermusik von Henri Dutilleux (1916-2013) gewidmet ist.
Ihr Engagement in der zeitgenössischen Musikszene führte sie in die breite Disziplin des postdramatischen Musiktheaters. Sie ist Mitglied des Ensemble I Transiti, dessen Schwerpunkt auf der Gestaltung von szenischen Konzerten liegt, bei denen musikalische und theatralische Elemente in einen direkten Dialog mit dem Publikum und der gegenwärtigen Zeit und dem Raum treten.
Außerdem engagiert sie sich in verschiedenen kulturpolitischen Initiativen wie der Kölner Initiative Musiktheater (KIM) und dem Netzwerk Freies Musiktheater, um die Arbeitsbedingungen in der freien Kunstszene zu verbessern.
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23. September
Mittwoch 19.00 Uhr





